Ausflug Dyckerhoff-Bruch

Foto Helga Sigmund

Am 14. Mai 2011 stand für die Storchenfreunde und die Förderer der Storchengemeinschaft wieder ein Bus-Ausflug auf dem Programm. Da in der Vergangenheit immer wieder Störche auf der Deponie im Dyckerhoff-Bruch gesehen wurden, lag es nahe, dieses Areal einmal unter fachkundiger Leitung zu begehen.

Diejenigen, die sich mit einem Teleobjektiv ausgerüstet hatten, um hungrige Störche auf der Deponie zu fotografieren, kamen leider nicht auf ihre Kosten. Zwar drehten vier Adebare über den Besuchern ihre Runden, verschwanden dann aber unter der Weite des Himmels. „Manchmal kommt ein Pulk von fast hundert Störchen, um sich direkt aus einer großen Lagerhalle, wo die Abfälle auf ihre Weiterbearbeitung warten, ein paar Happen zu holen", erklärte uns der Mitarbeiter von ELW, „manchmal bleiben sie einfach weg.“

Mit einem Vesper in einem Lokal in Flörsheim klang der interessante Ausflug in die nähere Umgebung aus.

 

Foto Helga Sigmund

Die Deponie in Stadtnähe ist sehr gross. Sie misst 1,5 Quadratkilometer bzw. ist so groß wie 210 Fußballfelder. Zwei Drittel der Fläche werden für die Abfallentsorgung genutzt, ein Drittel ist Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen. Da an diesem Samstag die Arbeit ruhte, hatten die 40 Besucher die Möglichkeit, ausgerüstet mit Kopfhörer und einer Portion Neugier, den fachkundigen Ausführungen des ELW-Mitarbeiters zuzuhören und dabei auch das landschaftlich sehr schön angelegte Gelände zu bewundern.

 

Foto Helga Sigmund

Außer den 65 Mitarbeitern der ELW (Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden), die dort die nötigen Arbeiten ausführen, ist noch ein großes Industriepotential an der Auswertung der Abfallstoffe beteiligt. Recycling heißt das Zauberwort für die Aufbereitung wertvoller Rohstoffe wie Kupfer, Gold, Platin, Antimon, Selen u.a., an die man in ihren Ursprungsländern auf Grund kriegerischer Auseinandersetzungen oft nicht mehr herankommt. Drastisch ist auch der Rückgang an Phosphor. In wenigen Jahren werden die weltweiten Vorkommen ausgebeutet sein. Seine Rückgewinnung aus Klärschlamm und Verbrennungsschlacken ist auch ein Anliegen der ELW.

 

Foto Helga Sigmund

Beeindruckend für die Gäste war die Solaranlage auf dem Gelände. Sie ist eine der größten in Hessen und wurde im Dezember 2008 in Betrieb genommen.