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Letzte Änderung am Donnerstag, 9. Februar 2012 um 19:37:31 Uhr.
Väterchen Frost
18 Adebare haben auf den Zug ins warme Winterquartier verzichtet und sind in Schierstein geblieben. Nach dem milden Jahreswechsel hatte man nicht mehr so richtig mit dem Winter gerechnet. Aber nun hält Väterchen Frost auch die Schiersteiner Störche im Griff. Offenbar machen ihnen die Minusgrade wenig aus. Sie stehen gut „im Futter“, obwohl seit Jahren von der Storchengemeinschaft nicht mehr zugefüttert wird. Ihre geheime Futterquelle haben sie uns noch nicht verraten.
Überwinterer beginnen mit dem Horstaufbau
Da und dort haben die „Überwinterer“ bereits begonnen, ihre Horstunterlagen, die im Herbst abgeräumt worden waren, wieder neu herzurichten. Sicher wird es nicht mehr lange dauern, dass die Rückkehrer aus dem Süden sich zu ihnen gesellen werden und ein fröhliches Klappern die Spaziergänger auf dem Hochwasserschutzdeich wieder begleiten wird.
Die Baustelle kümmert Meister Adebar wenig ...
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Küferstraße im November 2011, © Barbara Wrana |
Tag der offenen Tür
Genau 438 Besucher fanden am 19. Juni 2011 trotz widriger Witterungs-
bedingungen den Weg aufs Gelände der Grundwasseraufbereitung in Schierstein, um den jungen und alten Adebaren am Tag der offenen Tür wieder ihre Aufwartung zu machen.
Tag der Offenen Tür
Fundmeldungen
Weitere interessante Fundmeldungen möchten illustrieren, in welchen Ländern Schiersteiner Störche angetroffen worden sind. Dabei hat sich herausgestellt, dass einige Adebare die Ausnahme von der Regel bestätigen und als „Westzieher“ in östlichen Storchenregionen angetroffen wurden. Abgelesen wurden Schiersteiner Störche in den Niederlanden, in der Schweiz, in Frankreich, Spanien, Algerien, Marokko, Mauretanien und Mali. Und dann die Überraschung: ein Storch wurde zweimal in Israel abgelesen, einer in Ungarn und im Jahre 2011 ein Storch in Polen. Auch aus anderen deutschen Storchenregionen gibt es Ähnliches zu berichten.
Jungtiere
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Nachwuchs im Jahr 2011
Wohl bedingt durch das zu trockene Frühjahr war der Nachwuchs im Jahr 2011 nicht so zahlreich wie sonst und die Storchengemeinschaft konnte auch nicht, wie geplant, den 1000. Jungstorch nach der Wiederansiedelung im Jahre 1972 feiern.
10 erfolgreiche Brutpaare erbrüteten 21 Jungstörche, von denen nur 10 beringt werden konnten. Ein Jungstorch stürzte sich vom Schornstein in der Küferstraße zu Tode. Weitere Verluste gab es während des Aufenthaltes der Jungstörche in Schierstein Gott sei Dank nicht. – Was den Jungstörchen auf ihrem Flug ins Winterquartier widerfährt, darüber erfahren wir leider nichts.
Horst-Abbau
Am 11.10.2011 wurden mit Unterstützung einiger Mitarbeiter von Hessenwasser die sieben zu ebener Erde aufgestellten und leicht erreichbaren Horste Meister Adebars auf dem Wasserwerk-Gelände abgebaut. Im Jahr zuvor war die Konstruktion neu konzipiert worden. Die Halterungen der Nester sind jetzt im Fuß in einem Metallrahmen verschraubt. Nach Lösen der Schrauben lässt sich der komplette Horst umlegen und das Nistmaterial leicht entfernen.
Man staunt immer wieder, was die Störche an Ästen, Gras und Erde herbeigeschleppt haben, um ihre Wohnung für den Nachwuchs gemütlich zu machen.
Jetzt sind die Plattformen leer und die Störche können im Frühjahr – manche Überwinterer schon jetzt - mit der Neugestaltung ihrer Nester beginnen.
Was passiert, wenn ein Horst nicht abgeräumt werden kann und im Laufe von Jahren durch fortwährenden Ergänzungsbau an enormem Gewicht zulegt, beweist der rechte Horst auf einer Weide im Eingangsbereich zum Wasserwerk-Gelände (vom Hochwasserschutz-Damm aus gesehen). Der rechte Horst war im Jahre 2006 zum ersten Mal gebaut und bezogen worden. Im Laufe von fünf Jahren geriet er durch ständig wachsendes Ergänzungsmaterials in eine Schräglage und stürzte im September 2011 ab.
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